Ian McEwan imaginiert in diesem kühnen Roman die Vergangenheit neu:

In einer Welt, die ein wenig anders ist als die unsere, stellt ein Roboter ein

junges Liebespaar vor ein gefährliches Dilemma. London, 1982: Großbritannien

hat gerade den Falkland-Krieg verloren, und dank der Forschung von Alan

Turing gibt es Anfang der achtziger Jahre schon Internet, Handys und

selbstfahrende Autos – und die ersten täuschend echten künstlichen Menschen. Charlie, ein sympathischer Lebenskünstler Anfang 30, ist seit seiner Kindheit

von künstlicher Intelligenz fasziniert, Alan Turing ist sein Idol. Auch wenn es

ihn ein kleines Vermögen kostet, kauft er sich sofort einen der ersten Androiden,

die auf den Markt kommen. Charlie wünscht sich einen Freund, einen Helfer,

einen interessanten Gesprächspartner. Er erhält viel mehr als das: einen Rivalen

um die Liebe der schönen Miranda und eine moralische Herausforderung, die

ihn bis zum Äußersten reizt. Ian McEwan hält uns in diesem so philosophischen

wie fesselnden Roman einen doppelten Spiegel vor – als Menschen und als Zeitgenossen sehen wir uns darin zuweilen klarer, als uns lieb ist.

 

 

 

 

 

 

 


Zum Autor:

 

 

Ian McEwan, geboren 1948 in Aldershot (Hampshire), lebt bei London.

1998 erhielt er den Booker-Preis und 1999 den Shakespeare-Preis der

Alfred-Toepfer-Stiftung. Seit seinem Welterfolg ›Abbitte‹ ist jeder seiner

Romane ein Bestseller. Zuletzt kamen Verfilmungen von ›Am Strand‹

(mit Saoirse Ronan) und ›Kindeswohl‹ (mit Emma Thompson) in die Kinos.

Ian McEwan ist Mitglied der Royal Society of Literature, der Royal Society

of Arts und der American Academy of Arts and Sciences.